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Ein Kontinent voller Kontraste
Brasilien hat dem Touristen eine vielfältige landschaftliche
Schönheit zu bieten, wie Gebirge, Hochebenen und Tiefland. Sie ziehen sich durch
das Land von Nord nach Süd, von West nach Ost, durchzogen von Teichen, Seen und
Flüssen, die im Atlantischen Ozean münden.
Im Norden, im Bundesstaat Amazonas, befindet sich der Berg
"Pico da Neblina" mit 3.041m Höhe, der höchste Berg Brasiliens, mitten im Urwald,
wo der Indianerstamm der Yanomami lebt, einer der ältesten des Landes von ca. 21.000
Indianern.
Der Norden besteht aus Flachland mit riesigen Flutebenen,
mit einer Höhe von nur 200m über dem Meeresspiegel, wo der Amazonas, größter Fluß
der Welt an Wassermengen, durchfließt; er mündet im Atlantischen Ozean mit einer
Wassermenge von 175 Millionen Liter pro Sekunde, was 20% von allen Flußmündungen
der Erde ausmacht. Seine Nebenflüsse sind von einer unbeschreiblichen Schönheit.
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In Amazonien ist der größte Urwald der Welt, mit einem feucht-heißen
tropischen Klima, und einer Fläche von 3,3 Millionen km2. Amazonas grenzt
an Kolumbien und an den Bundesstaat Maranhão, wo Brasiliens Nordosten beginnt. Brasiliens
nördliche Küste zieht sich bis zum Staat Rio Grande do Norte hin, mit endlosen Stränden,
Sanddünen und kleinen Hochebene. Im Staat Piauí ist die Mündung vom Fluß Parnaíba.
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Vom Staat Rio Grande do Norte bis zu den Grenzen der Bundesstaaten
Bahia und Espírito Santo zieht sich Brasiliens Ostküste hin, mit einer Formation
von Untiefen, Riffen, Sandbänken, Dünen, Lagunen, Wattenmeer, Anhöhen. In dieser
Küstenregion befindet sich die Flußmündung des Rio São Francisco sowie die Bucht
"Baía de Todos os Santos", Küste vom Staat Bahia.
Ab Espírito Santo beginnt der Südwesten Brasiliens, ein
wahres Panorama von Niederungen, Untiefen, Riffen und Lagunen, das sich bis zur
Küste vom Staat Rio de Janeiro hinzieht, genannt "Restinga de Marambaia". Ab dort
verändert sich die Landschaft, und es beginnt die "Serra do Mar" (das Meergebirge)
sowie die "Mata Atlântica" (ökologisches Schutzgebiet tropischer Regenwald), der
zweitgrößte tropische Urwald Brasiliens. An der Küste vom Staat São Paulo, entsteht
ein Panorama von Stränden sowie Niederungen, was an dem "Ribeira do Iguape" (Bach,
kleiner Fluß) endet.
Im Bereich des gewundenen Küstengebiets gibt es viele Inseln,
Landspitzen, sowie Landzungen an der Küste vom Staat Paraná, wo sich im Hintergrund
das Gebirge "Serra do Mar" langzieht. Dieses Gebirge, kurz vor dem Staat Santa Catarina
und dessen Küste, weicht allmählich zurück und teilt sich auf in Hügel und Anhöhen.
Es wird wieder bergiger in Richtung des Staats Rio Grande do Sul, wo die Küstengegend
breiter wird, niedriger und gradlinig, und wieder Riffe, Untiefen und Niederungen
aufweist, und somit einen natürlichen Schutzwall bildet um die Seen in Küstennähe,
zwischen den Städten Patos und Mirim.
Rio Grande do Sul ist der südlichste Punkt Brasiliens, der
aus großen baumlosen Ebenen mit kleinen Erhebungen besteht. Man nennt diese weiten
Flächen die "Pampa". Diese Landschaft verwandelt sich nach norden hin, südwestlich
von Santa Catarina bis zum mittleren Norden von São Paulo in eine Felsenlandschaft
des Paläolithikums, von 300 km Breite.
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Zwischen den Staaten Santa Catarina und São Paulo, im Innern
von Paraná, erstreckt sich Brasilien bis zur Grenze von Paraguay. Dort trifft man
auf tiefe Schluchten und gelangt schließlich zu den schönsten Wasserfällen der Welt
in Foz do Iguaçu.
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Brasilien erweitert sich wieder durch die Sumpfgebiete im
Pantanal in Mato Grosso, wo durch die Flüsse Paraguay, Cuiabá, Taquari, Negro und
Miranda kleine Seen geformt wurden, die die besten Überlebenschancen bieten und
für die Vermehrung von Vögeln aller Farbschattierungen und Arten sorgen. Seine Reise
durch ein Pflanzenparadies ohnegleichen bringt den Reisenden weit bis in das Innere,
wo sich ihm die Natur wie auf einer großen Freilichtbühne darbietet, welche von
den Gebirgen "Serra do Roncador" und "Formosa" im Staat von Mato Grosso umrahmt
wird.
In der zentralen Westregion befinden sich die wunderschönen
Flüsse "Rio Xingu" und "Rio Araguaia". wo auch herrliche Wasserfälle, wie die "Cachoeira
von Martius" und die "Cachoeira das Pedras" mit einer Fallhöhe von 200 m bis 250
m zu bestaunen sind. Diese Route führt uns durch den Staat Goiás inmitten der zentralen
Hochebene, eine Landschaft von Tälern, Abgründen und Abhängen, und verläuft in der
Hochebene "Chapada dos Veadeiros", welche in Minas Gerais endet. Dieser Staat weist
die meisten Höhlen Brasiliens auf, insgesamt 437. São Paulo hat 242 - hier kann
der Tourist die Grotten im Gebirge "Serra do Espinhaço" bewundern, sowie Kristallminen
in den Gebirgen "Serra da Mantiqueira", "Serra do Mar" und der "Serra do Espinhaço",
sowie in der Hochebene "Chapada Diamantina". In dieser Hochebene liegt die Wasserscheide
der Flüsse, die westwärts zur Küste fließen, und anderen, die im Innern Brasiliens
ostwärts münden!
Das Land verdankt seinen Namen einem glutroten Holz, dem
pau-brasil (Brasilholz), das heutzutage kaum mehr zu finden ist. Brasilien wurde
im Jahr 1500 entdeckt und hat in Bahia "das Licht der Welt erblickt". Seine Taufe
fand am Hafen von Porto Seguro (sicherer Hafen) statt, der seinen Namen dem portugiesischen
Kapitän Pedro Álvares Cabral verdankt. Die ersten Seefahrer waren fasziniert von
der üppigen Natur und der Schönheit der Indianer, der ursprünglichen Einwohner.
Die Kolonisierung fand zunächst entlang der Küste statt, während sich Brasilien
im 17. Jahrhundert nach Osten ausdehnte. Als im 18. Jahrhundert Gold entdeckt wurde,
festigte sich das dann kontinentale Gebiet um Minas Gerais. Von 1763 an war Rio
de Janeiro die Hauptstadt des Landes. Ende des 19. Jahrhunderts, genauer gesagt
im Jahr 1889, wurde das bisherige Kaiserreich zu einer Bundesrepublik. 1961 wurde
die Hauptstadt nach Brasilia verlegt, in der zentralen Hochebene Brasiliens, der
geodätische Mittelpunkt eines Landes, welches gewiß künftig zum tropischen Wahrzeichen
einer einzigartigen Zivilisation werden wird.
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